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Home … Magazin … Attacke Azteka

Camino Frontal

03.07.2012 | Autor: airen | in: Allgemein, Attacke Azteka

Das neue Blog für MexicoToday.

4 Kommentare | Tags:

Neulich in Brighton

11.06.2012 | Autor: Stephan Rehm | in: Fundstücke

Das kann doch bitte kein Zufall sein:

0 Kommentare | Tags: Liam Gallagher · Oasis · Pretty Green

Attacke Azteka Abgestürzt

05.06.2012 | Autor: airen | in: Allgemein, Attacke Azteka

Himmel: “Morgen, da bin ich wieder, scheiss auf die Sterne, jetzt erstmal vierzehn Stunden Nazisonne. Hehe.”
Radio: “Música romantica – en vivo desde Cuernavaca, México. La temperatura: 31 grados centigrados.”
Flasche: “Ich begehre dich.”
Körper: “Was muss, das muss.” Also…
Rührt euch! Stillgestanden! Front zur Flagge!

***

Das Aufgebot der letzten Gehirnzellen steht geil am Start. Abgefuckte Afterhour, abgefuckte Motherfucker, grauer Sound, schwüle Brise, wie ein Kaiser sitze ich jetzt auf diesem meinem Thron, dem chilligen Chefsessel früh um sechs, und betrachte das absolut kaputte Szenario. Pulle umgefallen, Taste abgebrochen, los Schreibzellen, rührt euch, aufwärts und im Gleichschritt Marsch!

Die Sonne geht auf über der feuchten Hochebene von Cuernavaca, der Dampf aus den Palmenwäldern, unten bauen sie den Tianguis auf, den Wochenmarkt, unter blauen Planen errichten sie jetzt ihre Fleisch- und Obst- und Honigstände und während die Hühner auf die Hinterhöfe der Umgebung kacken schiele ich nochmal auf die Uhr. Doch, es stimmt. Absolute Unzeit. Samstag früh um sechs heisst es eigentlich Kater ausschlafen oder du hast es böse übertrieben.
Gleich wird das alles ein Level höher geschraubt, gleich setzt das Plärren ein, das Feilschen und Werben, gleich kreischen die Hühner in ihrem wildgewordenen Todeskampf, vor den Ständen drängen sich die Mütter und Töchter, und wie auch immer man sich durch das Gewirr windet – man reibt an Titten und Ärschen und der bronzenen Haut der Inkas und Mayas. Notiz an meine Sekreteuse: Werft Asche auf mein Haupt, jetzt erstmal nicht rausgehen. Viel zu gefährlich. Nachher bist du Vater.

Dann steigt die Sonne, dann explodiert dieser Markt, dazwischen die Clowns mit ihren Luftballons, die einbeinigen Bettler, die Tütenverkäuferinnen -”Drei Riesenmülltüten für zehn Pesos”, die zahnlose Hure, die einen Schluck schlechtbezahlten Spermas auf den Gehweg kotzt, die pissenden Straßenhunde, die Pick-Ups mit den Lautsprechern auf dem Dach – “Sie leiden unter Vergesslichkeit, Sie fühlen sich schwach? Sie sehen schlecht, sie furzen pausenlos? Kaufen Sie Fenobiol, das protobiotische Allheilmittel gegen abergläubische Hypochondrie, vollkommen überteuert und garantiert wirkungslos, jetzt in drei modischen Farben”. Mitten im Durcheinander steht ein vernarbter Alter und verkauft Axolotl aus dem Aquarium, gut für die Nieren meint er, vercheckt die Viecher raus auf den Dorfmarkt von Tejalpa, die Hausfrauen schlagen zu.

***

Gleich wird mir die Sonne das Hirn wegsengen, ich kann nicht glauben, dass ich noch immer wach bin, dass ich heute schon wieder in den Tropen aufwache, dass ich am frühen Morgen schwitze, gleich kommt der Sturzregen, eine undurchbrechbare Phalanx der Normalität baut sich auf den vollgemüllten Straßen des Provinzviertels auf, dann bebt es wieder, der Boden zittert, die Palmen wackeln und die Erde tippt dir kurz auf die Schulter, raunt: “Alter, wachwerden. Ich hau dir nämlich gleich die Fresse ein. Renn mal kurz.”
Die ständigen Erdbeben, erst mit der Zeit entwickelt man das Feingefühl für die 4er-Beben, das leichte Schwindelgefühl, das du erst am nächsten Tag nachlesen kannst. Du vibrierst halt mit hier in Mexiko, das ist das halbe Geheimnis. Die 4er spürst du. Ab den 6ern hast du ne gute Story. Währenddessen versuchst du nachts die Schüsse zu überhören und nicht immer auf die Bilder im Lokalteil zu schauen. Tote Köpfe turnen irgendwann ab. Aber jetzt schwirren sie da draußen rum, die Inkas und Rojos und Zetas und die Familie von Michoacán, die Tempelritter und das Sinaloa-Kartell, die bestialischen Bastarde, die Horden von Henkern, die korrupten Dorfbullen, das perverse Klima, die zitternde Erde, die Regenzeit, der Schnulzenterror im Radio, ja, gerade der, ich lass den Kopf in die Hände fallen, oh Gott Mann -fickt mich doch nicht so!
Brrr…
Lass denen ihren Raum, denke ich, und mach die verfickten Jalousien runter, mach dich locker, Alter, komm klar, komm runter Junge, alles okay Mann, chill ne Runde.

Stress mal nicht so.

Ist eh alles vorbei jetzt.

Alles easy.

Okay jetzt?

***

Das Blog ist tot.
Attacke Azteka ist abgestürzt.

***

“Besoffen schreiben, nüchtern gegenlesen.”, verriet Udo Lindenberg einmal das Rezept seines Erfolgs. “Attacke Azteka” beschränkte sich auf das einstufige Verfahren.
Ich frage mich immer wieder, wie Malcolm Lowry diesen ganzen Roman “Unter dem Vulkan” im Suff hatte schreiben können. Ich meine, ich schreibe ja ständig im Suff, nur im Suff und über den Suff schreibe ich, aber für diese zwei, drei Stunden am Tag, in denen ich verhängnisvoll über der Tastatur lehne, während der ganze Rest der Welt auf mich einschlägt – die Frau, die Freunde, die Sachzwänge – und dann das Rumliegen, das Ausharren, die bitteren Stunden der Leere, Kaputtheit, die Aberstunden in denen ich das Geschriebene wieder bereue und der ganze Kack hinterher, ich meine – wie bitteschön kann man heutzutage besoffen noch Literatur machen?

***

Anderthalb Jahre Mexiko habe ich hier mitgeschrieben, aus dieser deutschen Sicht, aus dieser dichten Sicht, und auch aus dieser deutschen Sucht. So war eben Mexiko von hier aus, von mir aus, krasses Land, krasse Zeit, kranker Text. Hätte man besser machen können.
Vielleicht habe ich diese Plattform ja gar nicht genug genutzt, vielleicht hätte ich viel mehr daraus machen können, viel mehr hätte ich versuchen können ans Limit zu gehen, die Schranken zu brechen, neue Styles rauszuhauen. Aber das waren eben diese anderthalb Jahre, hier stehen sie nun. Oft genug fiel mir nichts anderes ein, als mich mit einer Flasche Tequila vor den Bildschirm zu setzen und jeden kranken Gedanken loszuprotokollieren. Je mehr ich mich vollaufen ließ, desto mehr floss die Tinte aufs Papier. Das war das Konzept. Und hinterher paar Wörter kursiv stellen. Zwei wilde Jahre waren das in Mexiko, und ich hätte sie ohne den Musikexpress niemals so detailliert aufgeschrieben.

***

Etwas später lehne ich im Liegestuhl auf dem Balkon, Sohn steht auf einem Plastikstühlchen im Bad und spielt mit dem Wasserhahn, Frau blättert in einer Zeitschrift und ich lese “Der Klang der Familie”. Hat gestern Suhrkamp geschickt. Im Rechner läuft deswegen heute 89er Acid, daneben sind ein paar Seiten bei chefkoch.de auf. Ich habe vorhin nach einem Salatdressing mit Sesamöl gesucht. Heute Abend machen wir Ananas-Shrimp-Auflauf mit Erdnusssauce. Fünf Stockwerke unter uns planschen die Kinder im Pool, und gegenüber, auf der Terrasse des anderen Penthouses, da vögeln die Vögel, Mockingbirds schätz ich, und noch so kleine grüne Piepmatze mit rotem Hals. Im Garten unten schwirren die Kolibris und die Schmetterlinge.

- Und wenn ich dann wieder dran denk, dass erst vor drei Wochen die Bullen hier in der Wohnung standen, der eine mit ner Maschinenpistole, und mich mitnehmen wollten. Aber Bullen kommen und gehen.

Auf jeden Fall bin ich irgendwo angekommen, ich sitz jetzt hier oben, schau mir das alles an, Fakten sind geschaffen, Familie ist gegründet, die Sauferei kriegen wir auch noch irgendwie in den Griff und ansonsten: Natürlich kann geschrieben werden. Ich sag nochmal ganz nüchtern Tschüss, sagt die Line. Kein Blatt vor den Mund. Nur nen Schein vor die Nase.

Machts gut.

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Rock am Ring 2012: Tag 2

03.06.2012 | Autor: ameixensperger | in: Allgemein

Der Start in das “Rock am Ring” Festival verlief bekanntlich etwas schleppend, denn auch Linkin Park konnten am Freitag nur wenige der 85.000 Zuschauer in ihren Bann ziehen.  Samstag sollte sich die allgemeine Stimmung aber schlagartig ändern, namentlich beim Konzert von Tenacious D.

Erstmals waren laute Sprechchöre zu vernehmen, die nicht gegen die VIPs auf der Tribüne oder den Moderator gerichtet waren. Tenacious D spielte immer wieder mit den Zuschauern, malte im Sekundentakt imaginäre Bilder gigantischer Rock ‘n’ Roll-Stereotypen, die er mit Vergnügen und einem Handstreich wieder einstürzen ließ; nachdem er sich vergnügt von einem Zwei-Zentner-Bühnenarbeiter die Schweißtröpfchen von der Stirn tupfen ließ wandte er sich mit pädagogischem Ernst an das junge Publikum:  “The roadie is the fuel of Rock ‘n’ Roll. Make some noise for the roadie! The next song is dedicated to these roadies. It’s called – Roadie.”

Großen Spaß hatten am Samstagnachmittag auch Künstler und Zuschauer an der etwas kleinerer Bühne namens Alternastage bei den Gigs von The Ting Tings und Peter Doherty . Ohrenbetäubend laut wurde es am späten Abend bei Metallica, wobei der Lärm nicht von der grandios gepegelten und abgemischten Bühnenanlage ausging, sondern vom Publikum. Skrillex und The Hives konnten da beim Rock-Publikum trotz guter Shows am Abend nicht mithalten. Die komplette Review mit allen Bildern Montag auf Musikexpress.de

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Rock am Ring 2012: Tag 1

02.06.2012 | Autor: ameixensperger | in: Allgemein

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Unter den deutschen Festivals gibt das Rock am Ring auch in diesem Jahr wieder den Schwergewichts-Boxer: aus ästhetischen Gesichtspunkten ist das manchmal eine schlimme Angelegenheit, aber am Ende des Tages haut er doch wieder alle um. Folgerichtig startete das diesjährige Festival mit den drei Hauptacts Linkin Park, Gossip und Soundgarden. Auf der Alternastage wurde mit Motörhead und Marlyn Manson ebenfalls auf Erfahrung gesetzt – die Aufgabenstellung eines soliden Festivalgigs konnte nur Letzgenannter nicht übererfüllen. Das Who Is Who der Bands, “bei denen zwar das Album nicht so toll ist, aber Live sind sind sie halt einfach nur geil” wurde auf der Club Stage mit FM Belfast, Citizens! und Fiva & Das Phantom Orchester ergänzt. An dieser Stelle zeigen wir im Laufe des Tages noch Impressionen von Rock am Ring, die ausführliche Review folgt am Montag.

2 Kommentare | Tags: Rock am Ring 2012

Alexej Alexandrowitsch

28.05.2012 | Autor: airen | in: Allgemein, Attacke Azteka

Vor nem Monat nach Tejalpa gezogen, einem belebten Vorort von Cuernavaca. Am frühen Morgen stehen Sombreromänner neben ihren Frahrradläden am Straßenrand, verkaufen Fruchtsalate, raubkopierte DVDs oder frisch geschlachtetes Huhn. Tejalpa war mal kurz in den Medien, als hier vor einem Jahr der 14-jährige Massenmörder “El Ponchis” geschnappt wurde, der für das Südpazifikkartell ein paar Leuten den Kopf vor laufender Kamera mit einem Taschenmesser abgeschnitten hatte. Eigentlich ist Tejalpa aber gar nicht so schlecht. Tagsüber ein wirres Durcheinander, nachts beeilt man sich lieber ein wenig auf den Weg zum Spätkauf. Manchmal wacht man nachts von den 3er-Salven der AK 47 auf. Am nächsten Tag steht dann alles in der Lokalzeitung, meistens mit Foto. Unser Apartmentkomplex ist deshalb mit Stacheldraht abgesichert und ein Vigilante bewacht alle Ein- und Ausgänge. Ich sitze jetzt oben im 5. Stock und schaue morgens bei der ersten Zigarette über das Valle de Cuernavaca, dieses palmenbewachsene Tal im Herzen von Morelos, über dem in den Morgenstunden der Nebel noch wie Watte liegt.

Ganz schnell lernte ich August kennen. Ein 50-jähriger Schweizer, der um die Ecke ein kleines Restaurant aufgemacht hat. Seit 15 Jahren war August nicht mehr in Europa. Seitdem schleppt er seine mexikanische Frau durch die Staaten und Mexiko, jetzt haben sie hier nebenan ein Restaurant aufgemacht. August war früher Zugführer in der Schweiz, jetzt fährt er komische Theorien und hofft mit seinem Fastfoodladen auf den großen Durchbruch. Wird nichts, sieht man sofort. Zwischen unzähligen Zügen an seinen “Delicados”-Kippen erklärt mir August immer sein großes Konzept, spricht von seiner Bude wie von einem Multimilliardendollar-Konzern. Produkt, Nische, Stakeholder-Value, da werden gleich die großen Begriffe angelegt. August glaubt auch an 9/11 Verschwörung, Gleichschaltung der Medien und jüdische Intrigen. Als er letztens anfing, mir von “lebendigem” und “totem” Wasser zu erzählen, zerbrach irgendwas in mir. Seitdem gehe ich ihm eigentlich meistens aus dem Weg. Netter Typ und so, aber man fängt mit sonem in Tejalpa festgefahrenen Dogmatiker einfach keine Grundsatzdiskussionen mehr an.

***

Vor paar Wochen, Nacht, Regenzeit, schlierige Reflektionen im Asphalt. Auf der Suche nach Koks, gerade umgezogen, neue Connection checken. Ich hatte eine lange Runde um und durch all die dunklen Ecken und Bordells meines neuen Viertels gemacht, als auf einmal dieser blonde Typ an der Straßenecke steht. Blond, blaue Augen. Hier in Tejalpa. Sieht man nicht alle Tage, nein, man ist als Weißer im besten Fall ein Außerirdischer hier in Morelos, im schlechtesten ein Aussätziger. Hau den also auf Koks an und der meint gleich so, klar, können wir klären. Ich schau mir den nochmal von nahem an, junger Typ Ende zwanzig, wirklich hellblonder Mittelscheitel, und gehe mit ihm mit. Er ruft ein Kokstaxi.
Fünf Minuten später hält ein Wagen am Straßenrand, der Blonde spricht kurz mit dem Beifahrer, kommt dann zu mir zurück.

Wir gehen in seine Wohnung. Eine düstere Nebenstraße, ein versteckter Eingang, ein enger Hinterhof über den unzählige Wäscheleinen gespannt sind. Es riecht nach Waschpulver und Hundefutter. Der Blonde schließt eine Tür auf, die vollgesprenkelt ist von Betonspritzern und Flerdermausscheiße. Dahinter ein dunkles, fensterloses Kabuff. Der Blonde zieht an einem Faden, der von einer ungefassten Glühbirne herunter hängt. Das Licht geht an, ein karges Zimmer, der Geruch von ungeduschtem Mann, blau bemalte Wände. Auf der Matratze in der Ecke liegt ein Buch, der Titel ist in kyrillischer Schrift geschrieben.
Ich haue das Koks auf den Tisch und mache vier Lines. Der Blonde haut die erste weg. Ich die nächste.

“Alter, du bist doch nicht von hier.”, fährt es schließlich aus mir.
“Nee, ich bin Ukrainer.”, erklärt der Blonde. “Als ich neun Jahre alt war, hat meine Mutter einen Mexikaner kennen gelernt. Dann sind wir hierher gezogen.”
“Story, Alter.”
Der Blonde antwortet was auf russisch.
“Wie heißt du denn?”, frage ich ihn.
“Alexej Alexandrowitsch.”

Er wühlt in einem Haufen von Klamotten. Schließlich bringt er einen mexikanischen Ausweis zum Vorschein. Alexej Alexandrowitsch. Spricht perfektes Spanisch. Wohnt hier um die Ecke. Well you know, sometimes the truth may come in strange disguises. Wir reden dann noch in diesem dunklen Zimmer, er ist genau so alt wie ich, seine Frau hat ihn gerade verlassen, direkt nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter. Alexej hat schon wieder ne neue am Start. Scheisst auf die Alte, sagt er. Russen halt. Tejalpa halt. Rockt.

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Farewell, Lady Of The Night

17.05.2012 | Autor: Albert Koch | in: Allgemein

Sie war die größte Disco-Sängerin aller Zeiten. Ihre Songs „I Feel Love“, „Love To Love You Baby“ und „Hot Stuff“ zählen zu den Klassikern der (elektronischen) Tanzmusik. Am Donnerstag ist Donna Summer im Alter von 63 Jahren in Key West, Florida, an einer Krebserkrankung verstorben.
Summer kam am 31. Dezember 1948 als LaDonna Andrea Gaines zur Welt. In ihren Teenagerjahren fasste sie als Fan der Musik der Supremes und später von Janis Joplin, den Entschluss Sängerin zu werden.
1968 kam Donna Summer nach Deutschland, wo sie in München als Teil des Ensembles des zeitgeistigen Musicals „Hair“ auf der Bühne stand. Sie blieb „hängen“ in Deutschland, drehte mit dem Künstler, Fotografen und Werbefachmann Charles Wilp einen längst ikonisch gewordenen Werbespot für Afri Cola und arbeitete für den Song „Black Power“ für den TV Mehrteiler „11 Uhr 20“ mit dem Soundtrackkomponisten Peter Thomas zusammen.
Entscheidend war 1973 ihre Begegnung mit dem Songwriter- und Produzentengespann Giorgio Moroder und Pete Bellote. Bellote produzierte Donna Summers erstes Album „Lady Of The Night“, das zunächst nur in den Niederlanden veröffentlicht wurde. 1975 nach ihrem Wechsel zu Neil Bogarts Casablanca-Label kam ihre Weltkarriere ins Rollen. Mit dem Album und der Single „Love To Love You Baby“, einer 17-minütigen, durch erotisches Stöhnen aufgeladenen Disco-Sinfonie, kam Summer weltweit in die Charts.
Donna Summers Song „I Feel Love“ von dem wiederum von Moroder/Bellote produzierten 1977er Konzeptalbum „I Remember Yesterday“ sollte die Musikwelt nachhaltig ins Wanken bringen. Es war der erste vollelektronische Disco-Song mit Moroders Trademark-Beats und futuristischen Synthesizersounds. In den Liner-Notes zum Rerelease seines Albums „Low“ erinnert sich David Bowie: „Eines Tages in Berlin kam Eno hereingerannt und sagte ,Ich habe den Sound der Zukunft gehört’ und legte ‚I Feel Love’ von Donna Summer auf … ,Das ist es, diese Single wird den Sound der Clubmusik für die nächsten 15 Jahre ändern“.
Eno hatte recht. Disco wurde von da an elektronisch, aus Disco wurden House und Techno und die wunderbar diversifizierte elektronische Musik dieser Tage. Giorgio Moroder und Donna Summer haben ihren Teil dazu beigetragen.

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Licht

17.05.2012 | Autor: airen | in: Allgemein, Attacke Azteka

Ich erinnere mich noch an diesen einen Frühlingstag irgendwann Mitte der 90er. Ich war gerade 15 Jahre alt. An diesem Nachmittag lag ich in meinem Kinderzimmer im Dachgeschoss, blickte durch die Holzvertäfelung der schrägen Decke und hörte Musik. Meine Eltern waren über das Wochenende verreist und ich lag also da in meinem Bett und hörte das erste Album der Band “Yes”. Irgendwann während des ersten Songs ergriff mich eine ungekannte Euphorie, eine kindliche Freude, ein unsagbarer Tatendrang und eine nie dagewesene Klarheit. Der Frühling, die Musik und meine Jugend verschmolzen auf einmal zu einer kitzelnden Intensität der Wahrnehmung. Ich lief die Treppen hinunter, packte mir mein Fahrrad und fuhr los, immer noch den Song im Ohr. Wir wohnten damals direkt an einem Wald und ich fuhr mit einem verklärten Lächeln durch all die Schleichwege, die ich bei den täglichen Spaziergängen mit meinem Hund erkundet hatte. Blumen und Blüten sprossen mir entgegen. In der Natur wurde die Euphorie nur noch stärker, steigerte sich bis zu dieser spontanen Eingebung vom Weg abzubiegen und mich durch das Dickicht zu schlagen. Nach ein paar Metern Gestrüpp öffnete sich eine weite Wiese voll blühender Maiglöckchen, eine glitzernde Weide, durch die kein Weg führte und die wohl seit Jahren niemand betreten hatte.

Die Natur, mein Universum verschmolz in diesem Augenblick zu einem einzigen Moment der Glückseligkeit. Wie das alles blühte und roch und schön aussah! Ich überquerte die Wiese und entdeckte einen kleinen Bachlauf, klares Wasser floss dort über die Steine, der Frühling lächelte und ich wusste, dass ich in meinem Leben noch nie so intensiv gefühlt, noch nie so klar gedacht, und noch nie so viel Freude empfunden hatte.

Vier Jahre später nahm ich meinen ersten LSD-Trip und stellte fest, dass diese “Yes”-getriggerte Erfahrung sich genauso anfühlte wie dieser kleine Fetzen Papier. Es war die gleiche Unschuld, die selbe Intensität einer absolut klaren Wahrnehmung, die vollkommene Erfüllung des Körpers mit der reinsten Droge der Welt, Liebe.

***

Knappe zehn Jahre später lag ich vollsediert neben meinem Mitbewohner in einer Berliner WG, wir hatten Pink Floyd aufgedreht, wie immer, und uns ins vergetale Stadium zurückgekifft. Ebenfalls wie immer. Dann kam dieser Song, “Learning to fly”. Und eine Erinnerung kam aus meinem Unterbewusstsein, ich war damals mit meinen Eltern beim Eislaufen – 1987, als der Song rauskam, war ich gerade sechs Jahre alt – ich erinnerte mich an meinen roten Schal und an die Welt, wie sie damals war, Ende der 80er, was ich mir damals für mich und meine Zukunft ausgemalt hatte und wie ich nun ziemlich hoffnungslos in dieser Techno- und Kiffer-WG an der Schönhauser Allee saß, ein mittleres Suchtproblem am Arsch, wie wir damals Plätzchen gebacken hatten in der Weihnachtszeit und wie da anscheinend eines Abends dieser Song aus der Lautsprechern einer Eispiste gelaufen sein muss und schon wurde ich von den Gefühlen überwältigt. Eine Klarheit und Hoffnung kam da in mir auf, eine dermaßen lebensbejahende Kraft, und ich rappelte mich auf, voll entschlossen endlich diese gedankenmordende Sucht aufzugeben und schlug vor:

“Ey Greg, lass uns alles Gras zusammenhauen und einen Megajoint draus bauen. Danach kiffen wir nie wieder.” Greg war dabei, wie sollte er nicht angesteckt werden von meinem Silberblick und den klaren und freundlichen Worten und all der inneren Freude, die ich ausstrahlte.

Ich haute “Learning to fly” in Gregs Anlage und baute einen Joint aus sechs Longpapern. Wir ließen den Joint kreisen. Damals waren wir wirklich große Eimer- und Bong-Shots gewöhnt, aber das Ding drückte uns übelst in die Sessel und am Ende hatten wir den Goffel weg und sahen uns an und noch immer flog dieser erleuchtete Sound über uns hinweg. Wir haben danach zwei Wochen lang kein Gras angerührt. Das war damals eine lange Zeitspanne für unsere Verhältnisse, aber zumindest bei mir hatte dieser Song eine Ahnug von etwas großem, von einer zeitübergreifenden Wahrheit geweckt, davon, dass es Wahrheiten gibt, die wahr sind wenn du jung und jugendlich und alt bist und dass es da ein Ziel am Horizont gab, einen Stern am und dass mein Weg zu ihm der einzige Sinn in meinem Leben seien sollte.

***

Heute ließ mich die Musik ein drittes Mal auf Wasser laufen.
1969 war Deep Purple auf dem Sprung, eine der besten Bands aller Zeiten zu werden. Gerade hatten sie ihren Sänger durch Ian Gillan ersetzt, das erste Konzert sollte in der Londoner Royal Albert Hall stattfinden. Ihr Organist hatte ein Konzert für Band und Orchester geschrieben, mit dem Royal Philarmonic Orchester sollte es uraufgeführt werden.
Nach dem ersten Satz ging Ian Gillan ans Mikrophon und begann zu singen, zuerst noch ein wenig schüchtern, aber dann gewann er mit jedem Takt an Sicherheit, seine Stimme wurde klarer und kraftvoller und nach wenigen Momenten hatte er eine unaussprechliche Präsenz, eine Reinheit… Die markerschütternde Dynamik von Gillans Stimme, das intuitive Timing, die Intensität… und schon fliege ich.

Manche Menschen haben ihre göttlichen Momente. Glasklare Momente, in denen sie aufflammen und ihr inneres Licht nach außen strahlt, für jeden sichtbar, für jeden fühlbar. Jeder der dabei ist, wird von diesem Schein gefangen. So war es bei Jesus, so war es bei Gautama Siddharta, so war es bei der ersten Lesung von “The Howl” und so ist es auch hier, bei Ian Gillans erstem Auftritt mit Deep Purple.

Ein Gefühl, wie aus dem türkisblauen Meer zu steigen und die ersten Schritte auf dem warmen Sand zu tun.

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Linkes Auge hinkt: Prolog

11.05.2012 | Autor: airen | in: Allgemein, Attacke Azteka

Buch des Bloggers Steinbart in Zusammenarbeit mit der Grafikerin Ramona Heiligensetzer. Geschaffen aber nicht veröffentlicht. Produziert aber nicht gesigned. Es gibt ein paar Exemplare.

Das Vorwort.

„Wenn ich nur Trommelwirbel schreiben könnte.“ – Steinbart

Ist Steinbart Techno? Er ist vielleicht nicht genau Techno, aber er ist Aphex Twin. Er ist elektronisch, schnell und verkopft, er ist ultrakühl und postmodern mit weiten Gefühlsflächen dazwischen.
Ist Steinbart Expressionismus? Er ist nicht gerade das, aber er ist Dalí. Er findet in jeder Realität das Irreale, er heilt uns von der Gewöhnung an den Irrsinn, indem er das Abstruse sichtbar macht.

Dalí, Aphex Twin, auf jeden Fall ganz viel Psychedelika. Seine Bilder sind schön und überbunt auf den ersten Blick, beim zweiten explodiert ihr Sinn und drückt sich über den Hals Richtung Magen.
Die Figuren die er beschreibt, die ganze Welt die er sieht: Alles Aliens. Es scheint, Steinbart sei der letzte vernünftige Mensch auf dieser Erde. Denn er ist kein Außerirdischer. Die Welt ist einer.

Eine intensive Langsamkeit, eine überwache Klarheit, die den Autor krank macht, ganz klar, und nach der man sich beim Lesen sofort sehnt, für einen Augenblick. Dann wird ein Verzerrer aufgedreht und alles wird nur noch kaputter, Augen werden ausgekratzt, Wunden klaffen, Blut fließt, Steinbart sinkt auf die Knie und weint und verzweifelt und fleht den Himmel an, aber der ist wolkenverhangen und antwortet nicht. Steinbart wartet auf den Mond, schreibt dann. Es ist die Heimeligkeit, mit der man aus einem Rattenloch auf die Postapokalypse blickt. Verzweiflung ob des Irrsinns, der nun also wirklich unsere Realität ist. Die Wahrnehmung ist auf superfein eingestellt und jedes Wispern ein lauter Schrei.
Es wird nie kryptisch, nein, der Empfängliche versteht diesen Text sofort und spürt ihn dort, wo er noch gar nicht wusste, dass da etwas ist. Er macht dem Leser also den Weg frei zu Orten, die schon immer dort waren, ein Entdecker also? – Nein, denn es war ja alles schon immer da, genau so ist es ja wirklich. Eine Droge also, so stark, wie man es von Literatur noch gar nicht gewohnt ist, ja, es flasht, es haut einen Zeile für Zeile von den Füßen.

Steinbart schwitzt, zittert, blutet, hyperventiliert und scheidet dabei textliche Diamanten aus. Er legt den Finger in die Wunde und entzündet sie bis sie eitert.

Man kann dieses Buch nicht durchlesen. Diese Texte sind Mantras und Meditationen, sie haben eine Intensität, mit der Gehirne nur für zwei, drei mentale Explosionen Schritt halten können. Dann lehnt man sich zurück und sieht mit anderen Augen auf diese Stadt.

Die Stadt, immer wieder die Stadt. Seine Welt ist das graue, kühle Berlin, die schreiende Melancholie der Postmoderne. In ihren guten Momenten hat die Musik das schonmal gekonnt. Doch, Steinbart ist Techno.


Steinbarts Blog

Steinbarts Buch

postamt(at)linkes-auge-hinkt.de

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Die Blaue Stunde

07.05.2012 | Autor: airen | in: Allgemein, Attacke Azteka

Afterhour. Die längste Stunde des Feiertags. Wir sind alle Brüder geworden heute Nacht, und in jedem steckt noch ein kleiner Splitter Musik. Er glänzt in unseren Augen, schiebt in unserem Nacken, klopft im Kiefer und knallt im Herzen. Mit feinen Fäden zuckt der Beat an unseren Gliedern, lässt nicht los, seit er uns eingefangen hat gestern Nacht, und mit zarten Zungenschlägen liebkosen die Bässe im fahlen Tageslicht unsere Eingeweide. Wir sind hängen geblieben.

Wir sind wach, wir können noch, wir machen weiter. We´re going down to: LaLaLand. And it´s something ´bout those little pills, das uns nochmal Kraft gibt, an einem dieser Morgende aus Kristall. Wenn andere sich erschöpft dem anbrechenden Tag ergeben, wenn sie dem Anstand eine letzte Gefälligkeit erweisen und geschwächt und gebrandmarkt zu ihren Betten kriechen, wenn aber auch schweigend und klar die Stadt erwacht und Luft in den Haaren blonder Kinder spielt, dann eröffnet sich dem Feierschwein ein letztes, ein verbotenes Reich: Das verschmutzte Tor in die Afterhour- Galaxie, die endgültige Ausfahrt in den Absturz.

„Jetzt – gehts – los!“. Ein Verpeilter zieht ruckartig einen Schein aus der Nase und kommt erst mal gar nicht auf den Sound klar. Sowas von geil. Der Verpeilte ist noch im Club, dem Verpeilten kanns gar nicht wild genug zugehen, der Verpeilte hat noch von Allem was da, der Verpeilte ist immernoch allerfeinste Sahne am Abfeiern, Alter. Er ist vielleicht gerade erst gekommen oder er hat sich wirklich die Nacht brutal konsequent eingeteilt, jedenfalls hat er gerade allerhärtesten Spaß und sein Hirn schon ein paar Spülgänge hinter sich. Der Verpeilte labert, der Verpeilte lernt Leute kennen, der Verpeilte schmeisst Bongs um, der Verpeilte nervt die Nichtverpeilten. Und wenn der Verpeilte den Sound lauter macht, geht die Afterhour in ihre nächste Runde.

Denn der Sound wippt und alle wippen mit. Ein ganz eigener Film rollt an und dreht den Tag zu einem fliegenden Seidentuch im Wind. Nachtgestalten schweben auf Sonnenbrillenflügeln aus Clubs und in Clubs, in Vorgärten und Hinterhöfe, unter Röcke, in Kabinen, an Seen und in vor Clubs geparkte Autos. Die Außenwelt darf noch auf gar keinen Fall reinkommen. Nur der Beat und einmal künstliche Energie, bitte, große Brillen und die Sonne ist nur Deko. Noch eine? – Logen. Wer jetzt noch trockene Haare hat, hat geschummelt. Der Sound kommt aus dem Radio, von einer coolen Station. Wir drehen am Regler und hören: Dance, dance, dance. Noch immer thront der Beat frech im Hypothalamus. Welten und Leben sind seit dem letzten Aufstehen vergangen.
Irgendwo klingelt ein Handy

Fleckige Küchen, hastig überfüllte Balkons, die nun im leisen Radiosound in der Sonne stehen, verranzte Sofas in vermüllten, hellen Wohnungen, Afterhourclubs. Das sind die Orte des Morgens. Afterhourclubs. Wo alle nur noch wegen einem da sind, wegen einem auf den Toiletten sind, wo irgendein verrücktes Gesetz erlaubt, dass hier am hellichten Tag noch immer Nacht gespielt werden darf. Dass man die feinen Plastikhaare auf den Boxen sehen kann. Dass sich auch bei Tag keiner zu schämen scheint für diesen Clublifestyle, dafür, noch immer wach zu sein und wahllos mit Fremden zu saufen. Aber Rave ist das Gefühl des ewigen Anfangs.

Diesen Anfang ohne Ende hat in Deutschland kein Club so zelebriert wie die Bar 25. Berlin´s finest Abschaum, mittags um zwei rotzfrech immer noch weitermachend, in einer Holzwelt am Mississippi irgendwo zwischen Pippi Langstrumpf und Tom Sawyer. Das Level, auf dem die Party dort startete, war schwindelerregend. Die Energie des Berghains, des Watergates, des Weekends und der Arena wurde in den schattigen Fängen eines verkommenen Western-Saloons an der Spree konzentriert. Jeder wusste, dass man in Berlin hier an einem Sonntag im Sommer immer sicher war. Und mit den durchgerocktesten DJs des Wochenendes ging es dann weiter nach oben. Am Morgen lag man an der Spree, am Ende einer fast abgeschlossenen Reise ins Herzen des Nachtbeats, und auf den Ausflugsdampfern standen Familien und zeigten auf einen. Zu Recht trieb man da Berlin wieder auf die Spitze und ließ sich noch ein bisschen weiter gehen. Die Gesetzlosigkeit wurde zur Regel erkoren, der Spirit des Studio 54 wurde vom Bass erstmals ans Tageslicht gepusht, und jetzt, da es nach fast so vielen Jahren wie Abschiedsparties wirklich vorbei ist mit der Bar 25, kann man auch sagen, dass sicher ist, dass sich hier die heftigsten Exzesse nördlich der Balearen seit Woodstock abgespielt haben.

Der Spirit lebt natürlich on und wenn am Ende der Party noch so viel Energie übrig ist, kann man auch heute einfach weiter machen. Die Menschen, als sie das erst mal begriffen, nannten es: “Afterhour”. Die blaue Stunde. Wer es bis hierher geschafft hat, erntet würdig die Früchte der Nacht, zeigt volle dedication und darf nochmal das Balla-Balla-Spiel spielen: Feier-Schweiss, Stress-Schweiss, Chill-Schweiss, Kotz-Schweiss, letzte Runde. Hektisch aufkeimende Sexualität. Fickschweiss. Letzte Versuche und erste Erfolge, das harte Werk des Clubgangs ist getan, die Aufgaben der Nacht sind erledigt, jetzt kann man ganz ohne Stress von diesem oder jenem kosten und merkt dann plötzlich, dass die Tanzschönheit ohne Discolight und mit Fältchen noch viel besser aussieht. Und denkt dann doch nur: Smack my bitch up. Oder passender: „Natürlich muss gekifft werden! Draufdisco! High life!“

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