Tag 3 – unten

Totenstille. Das Bett schmerzt und ich höre die Kakerlaken flüstern. Unten im Foyer läuft ein mexikanischer Fernsehsender, Don Casimir kratzt sich am Kopf und ich baue Joint after Joint. Schwierig. Die Situation lässt sich nur mit Tequila und Marihuana erträglicher machen, was aber natürlich alles wiederum nur noch schlimmer machen wird. Rausgehen ist gar keine Option. Don Casimir will rausgehen. Rausgehen ist doch gar keine Option, erkläre ich Don Casimir, aber dann schleppe ich mich über den Boulevard, sitze an irgendeiner Bar, blicke über diese Scheissbucht und implodiere qualvoll. Nur die Sonnenbrille und der Sombrero halten die zerfallenden Splitter meines Egos zusammen und kurz bevor ich den Arsch zukneife schaffe ich es irgendwie wieder hoch in unser Zimmer und baue noch einen und hasse mit voller Geisteskraft den Ventilator an. Nur Bauen und Saufen halten mich am Leben und am Abend presse ich mit der Kraft der Vernunft ein pappiges Sandwich runter. Don Casimir ist wieder draußen, flaniert durch die Straßen des bunten Acapulcos. Keine Ahnung, wie er das schafft, aber sein Headnut-geprüfter Schädel hat den ganzen Chemikalienmayhem problemlos überstanden. Wasser, ganz viel Wasser. Vitamine, Magnesium, alles was so ohne Kauen eben reingeht. Die Kraft stirbt, der Tag erlischt.

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kurt sagt:

butter aufs brot min jung..