Linkes Auge hinkt: Prolog
11.05.2012 | Autor: airen | in: Allgemein, Attacke Azteka
Buch des Bloggers Steinbart in Zusammenarbeit mit der Grafikerin Ramona Heiligensetzer. Geschaffen aber nicht veröffentlicht. Produziert aber nicht gesigned. Es gibt ein paar Exemplare.
Das Vorwort.
„Wenn ich nur Trommelwirbel schreiben könnte.“ – Steinbart
Ist Steinbart Techno? Er ist vielleicht nicht genau Techno, aber er ist Aphex Twin. Er ist elektronisch, schnell und verkopft, er ist ultrakühl und postmodern mit weiten Gefühlsflächen dazwischen.
Ist Steinbart Expressionismus? Er ist nicht gerade das, aber er ist Dalí. Er findet in jeder Realität das Irreale, er heilt uns von der Gewöhnung an den Irrsinn, indem er das Abstruse sichtbar macht.
Dalí, Aphex Twin, auf jeden Fall ganz viel Psychedelika. Seine Bilder sind schön und überbunt auf den ersten Blick, beim zweiten explodiert ihr Sinn und drückt sich über den Hals Richtung Magen.
Die Figuren die er beschreibt, die ganze Welt die er sieht: Alles Aliens. Es scheint, Steinbart sei der letzte vernünftige Mensch auf dieser Erde. Denn er ist kein Außerirdischer. Die Welt ist einer.
Eine intensive Langsamkeit, eine überwache Klarheit, die den Autor krank macht, ganz klar, und nach der man sich beim Lesen sofort sehnt, für einen Augenblick. Dann wird ein Verzerrer aufgedreht und alles wird nur noch kaputter, Augen werden ausgekratzt, Wunden klaffen, Blut fließt, Steinbart sinkt auf die Knie und weint und verzweifelt und fleht den Himmel an, aber der ist wolkenverhangen und antwortet nicht. Steinbart wartet auf den Mond, schreibt dann. Es ist die Heimeligkeit, mit der man aus einem Rattenloch auf die Postapokalypse blickt. Verzweiflung ob des Irrsinns, der nun also wirklich unsere Realität ist. Die Wahrnehmung ist auf superfein eingestellt und jedes Wispern ein lauter Schrei.
Es wird nie kryptisch, nein, der Empfängliche versteht diesen Text sofort und spürt ihn dort, wo er noch gar nicht wusste, dass da etwas ist. Er macht dem Leser also den Weg frei zu Orten, die schon immer dort waren, ein Entdecker also? – Nein, denn es war ja alles schon immer da, genau so ist es ja wirklich. Eine Droge also, so stark, wie man es von Literatur noch gar nicht gewohnt ist, ja, es flasht, es haut einen Zeile für Zeile von den Füßen.
Steinbart schwitzt, zittert, blutet, hyperventiliert und scheidet dabei textliche Diamanten aus. Er legt den Finger in die Wunde und entzündet sie bis sie eitert.
Man kann dieses Buch nicht durchlesen. Diese Texte sind Mantras und Meditationen, sie haben eine Intensität, mit der Gehirne nur für zwei, drei mentale Explosionen Schritt halten können. Dann lehnt man sich zurück und sieht mit anderen Augen auf diese Stadt.
Die Stadt, immer wieder die Stadt. Seine Welt ist das graue, kühle Berlin, die schreiende Melancholie der Postmoderne. In ihren guten Momenten hat die Musik das schonmal gekonnt. Doch, Steinbart ist Techno.

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sehr satt schon
unfassbar xirtuell
nimm es schwebe und geh raus zu fuss
he is waiting she..
nfg kurtz
uh nett ein neuer blog zum verschlingen
@grüße nach mexiko, muss dir noch mal bei Gelegenheit schreiben wie ich den kokosnussmann besuchte
wow, yeah, kreisch
gotta be mine. soon. hopefully.
tolles buch, wo bekomme ich das?
Gibt es da eine Möglichkeite…ich will es haben!